Gregor Brand (geb. 7. 6. 1957 in Bettenfeld) wuchs auf dem elter­lichen Bauern­­hof in der Vulkaneifel auf. Nach dem Überspringen einer Klasse machte er mit 17 Jahren Abitur am humanistischen Regino-Gymnasium in Prüm/Eifel und studierte Rechtswissenschaft an der Universität Trier. Auf das Referendariat/Rechtspraktikum und ein einjähriges Vertiefungsstudium mit dem Schwerpunkt Rechtsphilosophie folgte 1983 der Erwerb der offiziellen Befähigung zum Richter­amt (Rechts­assessor, Volljurist).

Als Wissen­schaft­licher Mitarbeiter von Professor Dr. Bernd von Hoffmann am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechts­vergleichung und Inter­nationales Privat­recht an der Universität Trier publizierte Brand 1985 in der Fachzeitschrift IPRAX die Spitzenabhandlung in deren Jubiläumsausgabe. Seine Spezialgebiete waren das internationale Währungs- und Lufttransportrecht, zu denen er in juristischen Fachzeitschriften (NJW, RabelsZ, ZVglRWiss) weitere Beiträge verfasste.

1985 gründete er den Gregor Brand Verlag. Im gleichen Jahr veröffentlichte er den formal und inhaltlich ungewöhnlichen Lyrik-Debütband „Ausschaltversuche“. Spätere Gedichtbände tragen die Titel „Der schwarze Drachen stürzt ins Meer“, „Spätes Zweites Jahrtausend“ und „Sefer Pralnik“.

Ab 1987 widmete sich Brand der Erziehung zweier Töchter (Jahrgänge 1987 und 1991) als Hausmann. Daneben und danach Tätigkeit als freier Autor, Lektor und Privat­lehrer. Von 1994-2001 war er Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK e. V.) in Schleswig-Holstein mit intensiver Beratungstätigkeit. Vorträge und Veröffentlichungen aus dieser Zeit galten vorwiegend Thema Hochbegabung, mit dem er sich schon seit der Schulzeit befasst hatte.

Gregor Brand publizierte bislang elf Bücher (Gedichte, Aphorismen, biografische Essays) sowie Hunderte von Artikeln, umfangreichen Lexikonbeiträgen (z. B. zu den Philosophen Étienne Gilson, Judah Loeb ben Bezalel oder dem Schrifsteller Gustav Frenssen) sowie didaktischen Materialien zu juristischen, historischen, politischen, genealogischen und weiteren Themen  Seine grundlegende Studie „Non ignobili stirpe procreatum: Carl Schmitt und seine Herkunft“ (1996) über die Wurzeln des berühmten Staatsrechtlers und politischen Philosophen Carl Schmitt (1888-1985) erschloss „wissenschaftliches Neuland“ (Prof. Piet Tommissen).

2013 erfolgte die Veröffentlichung von „Kinder der Eifel – aus anderer Zeit“. In diesem vom Top-Managementdenker Professor Hermann Simon herausgegebenen Werk beschreibt Gregor Brand in 112 kurzbiographischen Essays Persönlichkeiten mit Eifler Hintergrund, die Geschichte machten. 2018 folgte der rund 500-seitige zweite Band dieser Porträts bedeutsamer Eifler („Kinder der Eifel – aus anderer Zeit II“). Dieses erneut auf eingehenden Recherchen und umfangreichen Lektüren beruhende Werk enthält 248 Beiträge, darunter erneut zahlreiche Texte über von Brand aufgespürte historisch bemerkenswerte „Eifelkinder“, die zuvor trotz ihrer besonderen Lebensleistungen biographisch überhaupt noch nicht gewürdigt wurden. 2021 erschien der dritte und abschließende Band dieser Serie („Kinder der Eifel – aus anderer Zeit III“). Mit nun insgesamt 460 Porträts liegt ein Gesamtwerk vor, das es in dieser Verbindung von essayistischer Form und intensiver Informationsfülle bisher für die Eifel noch nicht gab.

Nach der Jahrtausendwende wandte sich Brand literarisch der Form des Aphorismus zu. Oft philosophisch und kulturkritisch ausgerichtet, werden seine prägnant formulierten Beobachtungen seit der Veröffentlichung seines Buches „Meschalim. 2000 Aphorismen“ (2007) in Büchern, im Internet und in anderer Form vielfach zitiert. Der 2019 veröffentlichte Band „Die Zeit vergeht schneller, als sie denkt“ bietet den bislang umfangreichsten Einblick in diese Gedankenwelt.

Eine autobiografische Schilderung der Kinder- und Jugendjahre von Gregor Brand findet sich in dem 2007 von Ulrike Siegel herausgegebenen Buch: „Kein Rindvieh – bloß kein Rindvieh. Persönlich­keiten unserer Zeit erinnern sich an ihre ländlichen Wurzeln“. Lexikalische Erwähnungen u. a. in: „Die Eifel in der Literatur. Ein Lexikon der Autoren und Werke“ (1994), im „LiteraturLexikon Rheinland-Pfalz (1998) sowie in „Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who“.